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Was bezeichnet man als Laubholz?

Laubholz bezeichnet das Holz von Bäumen, die „Blätter“ im eigentlichen Sinne aufweisen. Im Gegensatz zu Nadelholz enthält Laubholz als dritte Zellart zusätzlich Gefäße, die im Querschnitt als Poren betitelt werden. Zu den bekanntesten Laubhölzern gehören:

  • Apfel
  • Ahorn
  • Birne
  • Birke
  • Buche
  • Eiche
  • Erle
  • Esche
  • Kirsche
  • Pappel
  • Robine/Akazie
  • Rüster/Ulme
  • Walnuss
  • Zwetschge

Eigenschaften von Laubholz:

Beim Laubholz sind die Tracheiden, welche beim Nadelholz eine Doppelfunktion erfüllen (Festigung und Wasserleitung), funktionsgetrennt. Laubholz nimmt durch die Tracheiden lediglich Wasser- und Nährstoffe auf. Für die Festigung  hingegen sorgen die Holzfasern. Bei einigen Holzarten können weitere Zellen entstehen. Hierbei handelt es sich um Gefäßtracheiden und valsizentrische Tracheiden. Diese Zellen sind eine Zwischenstufe zu einem Wasserleitelement.

laubholz
Apfelbaum, (Pirus malus), Pomme, Apple
Gattung mit etwa 25-30 Arten als Bäume und Sträucher. Vorkommen hauptsächlich in der nördlichen gemäßigten Zone (Mitteleuropa, Nordamerika, auch Australien und Indien). Zahlreiche Kulturvarietäten und Hybriden, die schwer zu bestimmen sind. Von der Gattung Pyrus (Birne) abgetrennt, weil die Griffel (Teil des Fruchtknotens, der an seinem oberen Ende die Narbe trägt) an der Basis verwachsen sind und nicht, wie bei der Birne, frei bleiben.
Apfelbaum Apfelbaum FamilieMalus

Kultur-Apfel (Malus domestica)
Kleiner bis mittelgroßer Baum, etwa 10-15 m hoch. Blätter 4-13 x 3-7 cm, am Grunde meist rundlich, vorne leicht zugespitzt, gesägt, oberseits zerstreut kurzhaarig, unterseits dicht filzig behaart, Blüten weiß oder rosa überlaufen, filzig behaart am Kelch, am Stiel und an den Kelchblättern. Apfelfrucht groß, meist mehr als 5 cm breit, sortenabhängig gefärbt, meist wesentlich länger als der Stiel. Blütezeit Mai bis Juni. Vermutlich aus mehreren Wildformen entstanden, wobei neben dem einheimischen Holz-Apfel auch noch eine Reihe asiatischer Arten (Malus praecox, Malus dasyphylia u. a.) beteiligt sind. Mehr als 1000 Kulturvarietäten sind bekannt. Der Anbau bestimmter Apfelsorten ist gewissen modischen Geschmackswellen unterworfen. Kulturäpfel können verwildern und die typischen Sortenmerkmale rasch verlieren.

Ahorn, (Acer), Maple, Erable, Riegelahorn
Die umfangreiche und bedeutende Gattung Acer umfasst in den nördlichen gemäßigten Zonen etwa 150 Arten. Die Wuchsgebiete der 13 europäischen Arten sind England, West-, Zentral- und Südosteuropa bis Kleinasien. Andere bekannte  Arten, wie Eschenahorn (Acer negundo) und Zuckerahorn  (Acer saccharum) stammen aus Nordamerika. Der Ahorn ist ein laubwerfender, sommergrüner Baum, auch (seltener) ein Strauchgewächs. Die bekanntesten europäischen Ahornarten sind  Feldahorn (Acer campestre),   Spitzahorn (Acer platanoides) und der Bergahorn, bzw. Sycamore (Acer pseudoplatanus) .Bilder Bergahorn: Baum und Rinde
Bilder Spitzahorn: Baum und Rinde
Bergahorn Bergahorn FamilieAceraceae

Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus)
Stattlicher Baum bis 35 m Höhe mit rundlicher Krone. Rinde grau, in kleinere, rechteckige Platten gefeldert, die zum Teil abschuppen und orangebraune Flecken hinterlassen. Äste sehr kräftig, aufrecht. Zweige kurz und gebogen, graugrün. Knospen 0,8-1 cm lang, eiförmig, von rötlichen Schuppen eingeschlossen. Blätter 10-15 cm lang, 51appig, spitz, grob gezähnt, oberseits dunkelgrün, unterseits blasser und mit Haaren an den Hauptnerven. Jüngere Bäume haben meist größere Blätter als ältere; die unteren beiden Blattlappen sind meist wesentlich kleiner als die übrigen. Blattstiele meist ziemlich lang. Blüten in 6-12 cm langen, hängenden Rispen, nach dem Laubaustrieb erscheinend. Flügelfruchtpaare etwa 6 cm breit, einen rechten Winkel einschließend, grünlich-rot, kahl. Blütezeit April. Wichtiger europäischer Waldbaum. In den Alpen bis zur Waldgrenze. Ziemlich häufig angepflanzt und praktisch überall eingebürgert.

Feldahorn Feldahorn Feld-Ahorn – Maßholder (Acer campestre)
Meist kleinerer Baum, nur ausnahmsweise über 20 m hoch. Stamm gekrümmt. Krone kugelig gewölbt. Rinde grau oder braun, mit orangebraunen Furchen. Äste aufsteigend, nur wenig überhängend, an den Spitzen wiederum aufgebogen. Zweige braun und anfangs fein behaart, oberseits meist dunkler als unterseits, oft korkig. Knospen 3 mm lang, grau oder rötlichbraun, spitz, behaart. Blätter 4-12 cm lang, meist 3-51appig, Lappen keilförmig-länglich mit 3 gerundeten Spitzen, dick, etwas lederig, anfangs rötlich, später dunkelgrün. Blattstiel um 5 cm lang, schlank. Blüten zu wenigen in einer Rispe von 5-6 cm Höhe, mit den Blättern erscheinend, enthält männliche und weibliche Blüten. Flügelfrucht bis 5 cm lang, horizontal ausgebreitet. Blütezeit April-Mai. Formenreich. In Nord- und Mitteleuropa ziemlich weit verbreitet und häufig. Gelegentlich als Parkbaum gepflanzt.
Spitzahorn Spitzahorn Spitz-Ahorn (Acer platanoides)
Stattlicher Baum bis etwa 30 m Höhe mit gewölbter, ausgebreiteter Krone auf ziemlich kurzem Stamm. Rinde grau, glatt, mit recht flachem Leistenmuster überspannt. Äste kräftig, aber wenig verzweigt. Zweige mattgrün oder rötlich überlaufen. Knospen eiförmig, spitz, abstehend. Blätter 10-15 cm lang, mit 5-7 lang zugespitzten, lang gezahnten Lappen; untere Lappen schmaler als die übrigen und eher von dreieckigem Umriss, oberseits hellgrün und glatt, unterseits blasser. Blattstiel bis 20 cm lang. Blüten zu 30 – 40 in aufrechten Rispen, vor dem Laubaustrieb erscheinend und erst nach der Laubentfaltung abblühend; Einzelblüten bis 8 mm breit, gelblich. Flügelfrüchte 6-10 cm breit, annähernd horizontal gestellt. Blütezeit März-April. Wichtiger Waldbaum in vielen Teilen Europas, im Süden dagegen nur in den Gebirgen. Häufig als Straßen- und Parkbaum angepflanzt.
Birne (Pyrus), Poirier, Pear
Sehr umfangreiche Pflanzenfamilie mit annähernd 3000 Arten. Kräuter, Sträucher und Bäume. Sommergrüne Bäume mit einfachen, gezahnten Blättern, charakteristisch geformten Früchten mit grießig-körnigem Fruchtfleisch. Vorkommen im wärmeren Mittel- und Südeuropa bis nach Vorderasien hineinreichend sowie von Westasien bis Sibirien.Bilder: Baum und Rinde
Birnbaum Birnbaum Familie: Rosaceae (Rosengewächse)

Mandelblättrige Birne (Pyrus amygdaliformis)
Heimisch im südlichen Europa, vor allem im Mittelmeergebiet, gelegentlich als Zierbaum in anderen Teilen Europas angebaut. Höhe bis 12 m, auch buschig. Blüht im April, Blüten 2,5 cm breit, in Büscheln zu 8-12, gelegentlich mehr. Früchte mehr kugelig als birnenförmig, 2,5 cm breit, reifen gelblich-braun im Oktober. Blätter sehr variabel, gewöhnlich schmal, 3-6 cm lang, 1-2 cm breit, anfangs mit hellen Härchen, später kahl und glänzend an der Oberseite, Unterseite fast haarlos.

Gemeine Birne / Kultur-Birne (Pyrus communis)
Vermutlich eine Kreuzung zwischen Zuchtsorten und Wildarten. Verwildert in fast ganz Europa, in vielen Sorten in Obstgärten und Gärten angebaut. Ursprünglich wohl in Westasien. Höhe 10-15 m. Blüht im April bis Mai, Blüte 2,5-4 cm breit, in Büscheln, Frucht charakteristisch birnenförmig, bis über 10 cm lang, reift im Herbst gelb, gelbgrün bis rot, Fruchtfleisch süß. Blätter ebenfalls variabel, meist mehr oder weniger oval, in der Jugend gelegentlich behaart, später kahl. Rinde dunkelbraun und kleinschuppig.

 

Birke (Betula), Bouleau, Birch
Es gibt mehr als 50 Birkenarten in Europa (besonders Nord- und Osteuropa), Asien, dem Himalaja und in Nordamerika. Einige gedeihen noch jenseits des Polarkreises in Island, Grönland und Alaska. Hauptlieferant ist Finnland. Birken benötigen viel Licht. Charakteristisch ist auch die auffallend weiße, zähe Rinde vieler Birken, die seit Jahrtausenden von Menschen für die unterschiedlichsten Zwecke genutzt wird. So z.B. von den Indianern zur Herstellung von Kanus, in Lappland und Norwegen zum Eindecken von Dächern, für Schuhwerk, Körbe und Kisten und außerdem als Schreibpapier.Bilder: Baum und Rinde
Birke Birke Familie: Betulaceae

Hängebirke, Weißbirke,  Sandbirke (Betula pendula, Syn. Betula verrucosa) Heimisch in Europa und Kleinasien, angebaut in Gärten, Parks und an Straßen, im Wald als Schutzschirm (Vorwald) über empfindlichen Baumarten. Beliebter Zierbaum wegen seiner anmutigen Form mit hängenden Zweigen, junge Zweige klebrig. Holz verwendet als Schäl- und Brennholz. Baumhöhe bis 25 m. Blüht März bis April. Blätter unbehaart, Basis keilförmig. Rinde glänzend weiß mit dünnen Querlinien und größeren dunklen rhomboiden Rissen, an alten Bäumen dicke, rissige, harte Borke am Stammfuß. Junge Zweige unbehaart.

Papierbirke, Amerikanische Weißbirke (Betula papyrifera) Heimisch im nördlichen Teil Nordamerikas vom Pazifik bis Atlantik, auf einer Vielzahl von Standorten. Die wasserdichte Rinde wurde von Indianern zum Kanubau benutzt. Das Holz für Schlitten, Schneeschuhe, Kleinteile und als Brennholz. Heute oft als Zierbaum angebaut. Baumhöhe bis 40 m, Durchmesser bis 90 cm, an der nördlichen Verbreitungsgrenze strauchartig. Blüht März bis April. Rinde glänzend creme-weiß, papierartig schälend, frische Rinde blassgelbrötlich, bei alten Bäumen dunkle, rissige und schuppige Borke. Die Blätter behaart, unterseitig drüsig. Herbstfärbung gelb.

Buche (Fagus) , Beech, Hetre
Umfangreiche Familie (Fagaceae) – Buchengewächse mit zahlreichen Arten laubwerfender, sommergrüner Bäume, ausschließlich in der nördlichen Hemisphäre. Hauptverbreitungsgebiet ist Europa von 40° bis 60° nördlicher Breite und südöstliche Randgebiete.Bilder: Baum und Rinde
Buche Buche Familie: Fagaceae

Gemeine Buche, Rot-Buche (Fagus sylvatica)
Ansehnlicher Baum bis etwa 40 m Höhe mit breiter, gewölbter Krone. Rinde glatt, grau, manchmal ein wenig aufgerauht. Reich verzweigt. Äste aufrecht oder wenig überhängend. Zweige purpurbraun, glatt. Knospen etwa 2 cm lang, abstehend, lang zugespitzt, glatt, rötlich-braun. Blätter 4-10 cm lang, oval bis länglich-elliptisch, kurz zugespitzt, am Rande wellig mit langen Wimperhaaren, dunkelgrün, oberseits spärlich anliegend, seidenhaarig, 5-8 Paar ungefähr paralleler Blattnerven. Blattstiel 1-1,5 cm lang. Männliche Blüten zahlreich in einem gestielten Büschel. Weibliche Blüten von einer 4klappigen Hülle eingeschlossen, meist paarig auf einem Stiel. Nussfrucht (Buchecker) 1,2-1,8 cm lang, 3kantig, braun, meist zu 2 in einem Becher, sehr ölreich. Wichtiger europäischer Waldbaum.

Blutbuche (Fagus sylvatica formapurpurea)
Eine in Parks und Gärten weit verbreitete Form der Rotbuche, die sich durch mehr oder weniger purpur- bis dunkelrote Belaubung auszeichnet. Auch die Blüten und Früchte haben eine rötliche Färbung.

Es gibt über 200 verschiedene Eichenarten auf der ganzen Erde, jedoch nur wenige sind hochwertige, helle Furnierhölzer; die Herkunftsbezeichnungen stellen bestimmte Wuchseigenschaften dar, wie z. B. Feinjährigkeit oder einheitliche Färbung, und bedeuten damit also auch eine bestimmte Qualität. Meist große laubwerfende Bäume, gelegentlich auch strauchig. Viele Arten sind sommergrün, andere immergrün oder halb-immergrün. Häufig Bastardierungen zwischen einzelnen Arten.
Vorkommen: In allen Erdteilen der nördlichen Halbkugel, insbesondere in Europa, wo die Stieleichen überwiegen, im übrigen bis zum Kaukasus und nach Persien reichend, in Nordamerika (Mitte und Westen der USA) sowie in Asien (besonders in Japan). In Deutschland im Hochspessart, in der Pfalz und in der Göhrde, wobei hochwertige Qualitäten dort vorwiegend Traubeneichen sind.Bilder: Baum und Rinde
Eiche Eiche FamilieFagaceae

Europa: (EI)
Quercus petraea = Trauben- oder Wintereiche
Quercus robur = Stiel- oder Sommereiche

Nordamerika: (EIW und EIR)
Quercus alba L. = Amerikanische Weißeiche
Quercus macrocarpa = Bureiche
Quercus mühlenbergii = Chinkapineiche
Quercus rubra = Amerikanische Roteiche

Asien (Persien und Japan): (EIJ)
Quercus castaneifolia = Persische Eiche
Quercus mongolica var. grosseserrata = Japanische Eiche oder Mongori
Quercus crispula = Japanische Eiche oder Mongori
Quercus serrata = Konara

Erle (Alnus) Common Alder, Aune Commun
Sommergrüne Bäume und Büsche. Vorkommen in Europa, hauptsächlich Skandinavien und in osteuropäische Randgebieten, Sibirien. Roterle im Nordwesten der USA und in Kanada.Bilder: Baum und Rinde
Erle Erle Familie: Betulaceae

Alnus glutinosa (=Schwarzerle oder klebrige Erle oder Roterle)
Alnus incana (=Weißerle oder Nordische Erle oder Grauerle)
Alnus rubra (=Amerikanische Roterle oder Red Alder)
Alnus viridis (=Grünerle)

Schwarzerle – Roterle (Alnus glutinosa)
Heimisch in Europa, außer in der nördlichen borealen Zone und in Trockengebieten, Westasien und Nordafrika in Auen und an Flussufern. Höhe 20 m bis 33 m, Durchmesser bis 50 cm. Die männlichen Kätzchen streuen ihre Pollen Anfang März, wenn sie 5-10 cm lang sind. Die weiblichen Kätzchenblüten, am Zweig unterhalb der männlichen Kätzchen, sind 0,5 cm lang. Früchte 1-2 cm, werden zum Winter holzig. Blätter rundlich mit eingekerbter Spitze und 7 Seitennerven, Nervenachseln unterseits behaart. Die Rinde grünlich-braun bis dunkelbraun mit rötlichen Lenticellen, im Alter schwarzbraune, rissige Tafelborke.

Esche (Fraxinus), Common Ash, Frêne Commun, White Ash, Frêne d’Amerique, Amerikanische Weißesche
Sommergrüne Bäume. Vorkommen: Die gemeine Esche Europa, Vorderasien bis Kaschmir reichend, für die Weißesche Nordamerika (Mitte und Osten). Eschenmaser in Frankreich. Es gibt noch eine Reihe weiterer Arten, besonders aus Asien und Nordamerika.Bilder: Baum und Rinde
Esche Esche Familie: Oleaceae

Fraxinus excelsior (europ. und asiatische Herkünfte)
Fraxinus americana (US-Herkünfte)
Fraxinus ornus (Blumenesche, vorzugsweise aus Ungarn)

Gemeine Esche (Fraxinus excelsior)
Heimisch in Europa, bedeutender Nutzholzbaum für die Herstellung von Sportgeräten. Höhe 30 bis über 40 m. Blüht im April, einhäusig, Blüten eingeschlechtlich, aber auch zweihäusig oder zwitterig. Die männlichen Blütenstände  sind purpurrot, während des Pollenflugs gelb. Die weiblichen Blüten sind hellgrün, Blütenstände locker. Frucht mit 4 cm langen Flügeln, schwach gegerbter Spitze und einem winzigen Dorn. Reifen braun im Oktober und fallen im Laufe des Winters ab. Blatt mit 9-11 Fiederblättchen, Herbstfärbung gelb. Winterknospen schwarz.

Kirschbaum (Prunus avium),  Cherry, Cerisier, Vogelkirsche, Süßkirsche
Sommergrüne, laubwerfende oder immergrüne Bäume und Sträucher. Etwa 200 Arten in den gemäßigten Breiten. Viele Arten werden als Obst- und Zierbäume gepflanzt. Neigung zur Bastardierung, für die Ableitung und Entwicklung kultivierter Formen von großer Bedeutung. Manche Arten werden schon so lange kultiviert, dass Wildpflanzen und Ursprungsgebiet unklar sind. Besonders begehrt sind Schweizer Herkünfte. In den USA wächst die ähnliche Prunus serotina = Black Cherry (wird importiert).Bilder: Baum und Rinde
Kirschbaum Kirschbaum Familie: Rosaceae

Prunus: Kirsch oder Pflaume

Süß-Kirsche, Vogel-Kirsche (Prunus avium)
Laubwerfender Baum bis etwa 30 m Höhe mit breiter, gewölbter Krone und dickem, oft ansehnlichem Stamm. Rinde rötlich-braun, glänzend, ringförmig ablösend, waagrechte Streifen mit Lentizellen. Äste weit auseinanderstrebend. Junge Zweige glatt, rötlich. Blätter 8-15 x 4-7 cm, oval bis verkehrt-eiförmig, mit langer, schlanker Spitze, am Rande tief unregelmäßig gezähnt, oberseits glatt, dunkelgrün, unterseits in den Achseln der Blattnerven behaart. Blattstiel 2-5 cm lang, mit 2-3 auffälligen, roten Nektardrüsen. Blüten meist zu 2-6 auf 2-5 cm langen Stielchen, kurz vor dem Laubaustrieb erscheinend. Kronblätter 0,9-1,5 cm lang, kugelig, vorne etwas eingedrückt, dunkel purpurrot, seltener gelblich. Stein glatt. Blütezeit April bis Mai. Stammart der kultivierten Süßkirschen.

Pappel (Populus), Poplar, Peuplier
Laubwerfende, sommergrüne Bäume. Es gibt sehr viele verschiedene Pappel- Untervarietäten bzw. Neuzüchtungen; das heute allgemein unzutreffende Pappelholz stammt von Hybriden, da durch Auslesezüchtung raschwüchsige, forst- und holzwirtschaftlich interessante Sorten gezüchtet werden. Vorkommen in Europa, Mittel- und Nordasien, Japan und Nordamerika.Bilder Pappel: Baum und Rinde
Bilder Zitterpappel (Aspe): Baum und Rinde
Pappel Pappel FamilieSalicaceae

Populus alba = Silberpappel
Populus nigra = Schwarzpappel
Populus canadensis = Kanadische Pappel
Populus tremula = Zitterpappel oder Aspe oder Espe

Silber-Pappel (Populus alba)
Baum von etwa 25-30 m Höhe mit breiter, oft einseitswendiger Krone und kräftigem Stamm, an dessen Grund oft viele Schößlinge entwickelt werden. Rinde junger Bäume glatt, weißlich oder weißgrau-grünlich, später rauer und dunkler. Äste meist abstehend oder leicht hängend, etwas gedreht. Knospen sehr klein, eiförmig, orangebraun, flaumhaarig. Blätter der Langtriebe 6-12 cm lang, von ovalem Umriss, mit 3-5 Lappen, diese grob gezähnt oder beiderseits mit 1-2 kleineren Lappen, oberseits dunkel graugrün, unterseits weißfilzig; Blätter der Kurztriebe kleiner und schmaler, mit wellig-gezähntem Rand und grauem Haarfilz auf der Unterseite. Blattstiel 3-4 cm lang, abgeflacht, weißfilzig. Kätzchen 3-4 cm lang. Fruchtende weibliche Kätzchen 8-10 cm lang. Männliche Kätzchen grau mit 8-10 karminroten Staubfäden in jeder Blüte. Blütezeit März bis April. In Europa weit verbreitet. An feuchten, sandigen Standorten, auch an der Küste. Häufig als Zierbaum oder für Schutzpflanzungen verwendet.

Robinie (Robinia pseudoacacia), Falsche Akazie, Schotendorn, Yellow Locust
Sommergrüner Baum, ursprünglich im südöstlichen Nordamerika (Virginia) beheimatet, heute in Mittel- und Südosteuropa, bes. Ungarn.Bilder: Baum und Rinde
blankRobinie FamilieFabaceae

Scheinakazie (Robinia pseudoacacia)
Sommergrüner Baum, angebaut als Zierbaum, in Schutzpflanzungen, auch zur Holzerzeugung, verwildert auf Ödland und an Bahndämmen. Höhe bis 25-30 m. Wurzelbrut bildend. Weiße duftende Schmetterlingsblüten in dichten Trauben, 10-20 cm lang, Einzelblüten 1-2cm lang. Schotenfrucht 5-11 cm lang, 4-8 nierenförmige, braune Samen, leere Schoten verbleiben bis zum nächsten Jahr. Unpaarige Fiederblätter 15-20 lang, 7-19 Blättchen. Die Zweige tragen kurze, kräftige Dornen. Rinde dunkelbraun und tiefrissig. Zahlreiche Garten-Sorten, darunter Robinia pseudoacacia „Frisa“ mit goldgelben Blättern.

Rüster, Ulme (Ulmaceae), Ulme, Orme, Elm
Meist große, laubwerfende, sommergrüne Bäume, oft mit Schößlingen. Charakteristisch die flache, scheibenförmige, reutige Frucht. Rinde zerrissen und gefeldert. Blätter ungeteilt, wechselständig, mit schiefem Blattgrund, am Rande doppelt gesägt. Blüten zwittrig, in Büscheln vor dem Laubaustrieb erscheinend. Annähernd 20 Arten bekannt.
Vorkommen: Europa; besonders holländische Rüster sind sehr begehrt, jedoch sind durch das „Ulmensterben“ die Vorräte erheblich vermindert. Hauptwuchsgebiet: Feldulme im größten Teil Europas bis Südskandinavien sowie südliches Sibirien und Nordafrika; Bergulme weiter nach Norden reichend sowie bis zu den südlichen Alpen; Flatterulme: Mittel- und Südosteuropa und Kaukasus. Aus Nordamerikas Osthälfte kommen noch andere Ulmenarten wie White oder Grey Elm (Ulmaceae americana) und Red Elm (Ulmaceae rubra).Bilder Bergulme: Baum und Rinde
Bilder Feldulme: Baum und Rinde
Rüster / Ulme Rüster (Ulme) Familie: Ulmaceae – Ulmengewächse

Ulmus glabra (Synonym= U. montana) = Bergulme, Haselulme
Ulmus laevis (Synonym = U. effusa) = Flatterulme sowie Weißrüster
Ulmus minor (Synonym = U. campestris und carpinifolia) = Feldulme, Rotrüster

Zum Teil gibt es auch holzanatomisch nicht identifizierbare Hybriden-Neuzüchtungen.

Nussbaum (Juglans regia), Noyer Commun, Black Walnut
Den europäischen Nussbaum findet man vorwiegend im wärmeren West- und Mitteleuropa bis zu den Mittel- und Schwarzmeerländern. Hauptlieferanten sind  Frankreich, Italien, Türkei, Griechenland, und Persien. Auch in Nordindien, Nepal und China anzutreffen neben anderen, wie Juglans mandschurica in Nordostchina und Korea sowie Juglans sieboldiana (=Kurumi) in Japan. Das dunklere Nogal (=Juglans neotropica) wächst in Südamerika, Black Walnut in Kanada sowie im nordöstlichen, südöstlichen und zentralen Nordamerika. Daneben gibt es viele tropische Austauschhölzer aus anderen Gattungen, z. B. Mutenye.Bilder: Baum und Rinde
Nussbaum Nussbaum Familie: Juglandaceae – Walnussgewächse

Juglans regia = Walnussbaum (europ.), Noyer Commun, auch z. B. französischer, italienischer und kaukasischer Nussbaum genannt.

Juglans nigra = Black Walnut, auch amerikanische Nuss oder Schwarznuss genannt. Weitere amerikanische Nussbäume sind: Claro Walnut (= Juglans hindsii) in Kalifornien und Butternut (= Juglans cinera) in Nordost-USA und Südost-Kanada. Paldao (Nuss) von den Philippinen stammt von Dracontomelum dao.

Walnuss (Juglans)
Laubwerfende, einhäusige Bäume mit sitzenden, in Schuppen eingeschlossenen Knospen. Blätter wechselständig, unpaarig gefiedert, von angenehmen Duft. Männliche Kätzchen einzeln an Vorjahrstrieben. Weibliche Blüten zu wenigen am Jahrestrieb. Steinfrucht (keine Nussfrucht).

Kultur Pflaume (Prunus domestica), Zwetschge, Zwetschke, Zwetsche
Sommergrüne, laubwerfende oder immergrüne Bäume und Sträucher aus der Familie der Rosengewächse, zu der auch andere Steinobstarten wie Pfirsich, Kirsche, Mandel und Aprikose gehören. In den gemäßigten Zonen gibt es viele Sorten, sie werden wegen ihrer Früchte oder als Zierpflanzen genutzt. Die unterschiedlichen Varietäten wurden sowohl an warmes als auch an kühles Klima angepasst. Neigung zur Bastardierung. Manche Arten werden schon so lange kultiviert, dass Wildpflanzen und Ursprungsgebiet unklar sind. Vorkommen in Mittel- bis Osteuropa, Balkan. Der Plaumenbaum stammt ursprünglich wahrscheinlich aus der Gegend des Kaspischen Meeres.Die Zwetschge oder Quetsche, Haus- oder Bauernpflaume genannt, ist ein Steinobstgewächs. Ob sie vor zweitausend Jahren aus der Schlehe, der Kirsche oder der Damaszener Pflaume hervorging, ist unklar.  In Griechenland wurde die Pflaume schon vor 2500 Jahren kultiviert. Im 2. Jahrhundert v. Chr. kam sie nach Italien. Seit der Pflaumenbaum in Europa Wurzeln schlug, ist die Frucht immerzu mit fremden Früchten und Früchten aus eigener Sippschaft gekreuzt worden . Der römische Schriftsteller Plinius berichtet im ersten Jahrhundert n.Chr von Kreuzungen und erklärt verschiedene Verfahren des Propfens. Sechzehn Jahrhunderte später beschreibt Meister Elsholtz, der mehr als zwanzig Pflaumensorten aufzählt, unsere Zwetschge wahrscheinlich als ungarische Pflaume. Im 18. Jh. versuchte sogar die Polizei durch Verbote bestimmter Pflaumensorten übersicht zu schaffen. Das deutsche Wort „Zwetschge“ stammt von „Damascener“ ab, nach Damaskus benannt, dem Ursprung des Pflaumenhandels! Zwetschgen sind länglich eiförmig, mit an beiden Enden spitzem Stein. Das Fruchtfleisch ist von feinsäuerlichem Geschmack. Die verschiedenen Sorten dieser Spezies haben unterschiedlich gefärbte Früchte: Diese können gelb, rot oder grün sein, sind aber meist blauviolett. Bei Zwetschgen löst sich der Stein leicht vom Fruchtfleisch, bei Pflaumen (im engeren Sinne) dagegen nicht.
Zwetschke Zwetschke FamilieRosaceae-Prunoideae – Rosengewächse

Kultur Pflaume (Prunus domestica)
Laubwerfender Strauch oder Baum bis etwa 10 m Höhe. Rinde braun. Zweige und Äste ziemlich gerade, aufrecht, wenig abstehend. Zweige bei Wildformen dornig, an den Trieben häufig behaart. Blätter 3-8 x 1,5-5 cm, elliptisch bis verkehrt-eiförmig, vorne ziemlich stumpf oder undeutlich zugespitzt, am Rande mit stumpfen Zähnen, oberseits glatt und grün, unterseits wenig samtig behaart. Blattstiel etwa 1,5 cm lang, drüsig und behaart. Blüten meist büschelig zu 2-3, mit den Blättern erscheinend, Stielchen 0,7-2 cm lang. Kronblätter 0,5-2 cm lang, weiß. Frucht 2-7,5 cm lang, kugelig oder länglich-eiförmig, meist hängend, purpurn, rötlich, gelb oder grün, von zumeist angenehmem Geschmack. Stein flach, rau, etwas warzig. Blütezeit März bis Mai. In weiten Teilen Europas kultiviert. Zahlreiche Kultursorten von teilweise unklarer Abstammung.

 

Quellenverzeichnis (Texte)

https://www.schreiner-seiten.de/holzarten

Quellenverzeichnis (Grafiken):

Dahms, Klaus Günther:
Das kleine Holzlexikon, (Roto-Fachbibliothek Band 1)
Wegra Verlag GmbH
Tamm 1996, 7. Auflage

Humphries / Press / Sutton:
Der Kosmos- Baumführer, Europäische Laub- und Nadelbäume
Kosmos Verlag GmbH
Stuttgart 1990, 4. Auflage    [Bei Amazon.de bestellen]

Nourney, Vollmer GmbH & Co.
Tabellenbuch Holztechnik
Verlag Europa-Lehrmittel
Haan-Gruiten 1998, 1. Auflage    [Bei Amazon.de bestellen]

Jürgen Sell
Eigenschaften und Kenngrößen von Holzarten
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Schweizerische Arbeitsgemeinschaft 1997, 4. Auflage    [Bei Amazon.de bestellen]

 

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